Jugend-Tierschutzpreis 2015

 

Erster Preis für Bauernhof-Projekt der Waldorfschule Walhausen

Die freie Waldorfschule Saar-Hunsrück in Nohfelden-Walhausen  betreibt seit Jahren einen Demeter-Bio-Bauernhof. Jeden Morgen treffen sich Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen auf dem Hof und versorgen die Hühner, Gänse, Schafe, Ziegen und Kühe. Deren Hege und Pflege sind fest verankert im Stundenplan wie Mathe, Deutsch, Musik. Jede Klassenstufe hat die Verantwortung für die Versorgung einer Tierart übernommen.

Ein außergewöhnliches, vorbildliches  Schulprojekt, das Kinder und Jugendliche für die Bedürfnisse der Tiere sensibilisiert. Das fand auch die Jury des Jugendtierschutzpreises des Saarlandes und erkannte der Waldorfschule den ersten Preis zu. „Mit diesem Projekt schafft und schärft die Schule das Bewusstsein, dass Tiere Lebewesen sind, dass sie fühlen, leiden und sich freuen, je nachdem wie es ihnen geht und je nachdem wie sie behandelt werden. Ich bin mir ziemlich sicher, die Erfahrungen und Erlebnisse, die die Schülerinnen und Schüler hier machen, begleiten ihr Handeln ein ganzes Leben lang“, urteilte der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, bei der Preisverleihung.  

Das saarländische Umweltministerium hat zum  ersten Mal diesen Jugendtierschutzpreis ausgelobt, dotiert mit insgesamt 3000 Euro. Die Idee wurde zusammen mit dem Tierschutzbeauftragen des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, entwickelt. Der Wettbewerb will Aktivitäten unterstützen und honorieren, die den Nachwuchs an das Thema Tierwohl und Tierschutz heranführen. Zehn Schulen und Kindergärten bewarben sich dafür, vier Preisträger wurden am Montag gekürt. Dies waren neben dem Gewinner des ersten Preises die Katholische Kita Sankt-Maximin in Dillingen-Pachten (2. Preis), die Schule am Limberg in Wallerfangen (2. Preis) und das Katholische Kinderhaus Sankt Jakobus in Weiskirchen (3. Preis).    

Die übrigen fünf teilnehmenden Schulen (Lothar-Kahn-Schule, Rehlingen; FGTS der Franz-Carl-Schule Blieskastel; Ludwigsgymnasium Saarbrücken; Gymnasium am Schloss; Gymnasium am Krebsberg, Neunkirchen) bekamen jeweils ein Bildband zum Nationalpark für ihre Schulbibliothek. Alle Teilnehmer bekamen zudem Urkunden zum Aushang in der Schule.

Jost: „Alle ausgezeichneten Einrichtungen in diesem Wettbewerb sind Vorbild. Weil sie sich über das Tierwohl und den Tierschutz über den Tag hinaus Gedanken machen und sich dafür einsetzen.“

Die Schulen und ihre Projekte

Schule

Projekt - Kurzbeschreibung

Freie Waldorfschule Saar-Hunsrück, Walhausen

 Die Schule betreibt einen Demeter-Bauernhof. Jeden Morgen treffen sich verschiedene Schüler in kleinen Gruppen auf dem Hof und versorgen die Tiere. Jeder Schüler erlebt im Laufe des Schuljahres mehrfach die anfallenden Arbeiten auf dem Bauernhof.

Katholische Kinder-Tageseinrichtung Maximin, Dillingen-Pachten

In regelmäßigen Abständen Besuhe im Tierheim Dillingen, Die Kinder entwickeln das Bewusstsein, dass Tiere kein Spielzeug sind und man Veranstwortung übernehmen muss. Kinder entwickeln Sammeaktionen für das Tierheim und besuchen auch in ihrer Freizeit, gemeinsam mit der Familie, das Tierheim. Weitere Aktionen zum Kennenlernen der Artevielfalt durch Waldspaziergänge mit einem Förster und Besuch des Ökosees Pachten mit der NABU Ortsgruppe Dillingen

Katholische Kinderhaus St. Jakobus, Weiskirchen

"Tiere und heiliger Franziskus", Haustiere können vor den Sommerferien mit in das Kinderhaus gebracht werden. Spaziergänge zur Tierbeobachtung, Tiere werden gebastelt, Tierlieder gesungen Verkaufsaktionen zu gunsten "Tiere in Not".

Gymnasium am Krebsberg, Neunkirchen

Spendenaktion mit dem Ziel der Schüler, die Patenschaft über einen Elefanten im Neunkircher Zoo übernehmen zu können. In drei Klassen sammelten die Schüler Geld, das für eine Teilpatenschaft für den Elefanten verwendet wurde, ein anderer Teil ging an das Tierheim in Niederlinxweiler.

Ludwigsgymnasium Saarbrücken

Seminar-Fach "Tierschutz ohne Grenzen", eine Gruppe von 18 Jugendlichen hat ihre Arbeit aufgenommen und erforscht die Felder Beziehung zwischen Mensch und Tier, Tierversuche, bedrohte Tierarten usw. Unter dem Motto "Wir sind eine Tierschutzschule" sind weitere Aktivitäten geplant.

Gymnasium am Schloss

Durchführung der Bio-AG und des Vivariums seit 2014. Der Biologie-Unterricht fördert die Achtung vor dem Leben und die Bereitschaft zum schonenden Umgang mit dre Natur. In einem bundesweiten Ring der Vivariumschulen gibt es einen intensiven Austausch mit andern Schulen, die Tiere und Pflanzenhaltung betreiben sowie jährliche Forschung.

FGTS der Franz-Carl-Schule, Blieskastel

In kleinen Gruppen soll den Schülern das Thema Tierschutz und Tierwohl im Alltag näher gebracht werden. Regelmäßige Führungen mit dem Stadtförster, Bau und Pflege von Vogelfütterhäusern. Bau und Pflege eines Nistkastens, Regelmäßige Nachmittagliche Besuche eines Hühnerhofes, eines Schäfers und eines Bauernhofes (Kühe).

Kath. Kindergarten St. Albert, Saarbrücken

Besuchshund Lady verweilte im Kindergarten. Die Kinder der Altersgruppe von 5-6 Jahren hatten Besuch durch den Hund lady, Die Kinder erfahren, dass Tiere Gefühle haben, sich mit Körpersprache ausdrücken, Die Kinder lernen die Körpersprache des Hundes zu deuten. Die Kinder machen die Erfahrung, dass die Begegnung und das Zusammensein mit Tieren und Menschen gut tut.

Lothar-Kahn-Schule, Rehlingen

Brutprojekt der AG "Natur und Umwelt". Im Rahmen der AG wurden Hühnereier in einer Brutmaschine ausgebrütet. Der Brutvorgang wurde überwacht und begleitet. die Schüler konnten dabei eine verantwortungsvolle Haltung zu den Tieren entwickeln. Die Tiere wurden anschließend in einem Gehege auf dem Schulhof gehalten. Am Ende des Schuljahres wurden die Tiere in liebevolle Hände weitervermittelt.

Schule am Limberg, Wallerfangen

Mehrere Prjekte im Bereich des Tierschutzes wurden systemeatisch aufgebaut und ausgebaut. U.a. Tierisch engagiert, "unser Umgang mit Nutztieren", "Tierschutztrainerseminar", "ganzjährige Tierschutz AG 2012/13; "gesundes Essen rund um die Welt - schmeckts auch ohne Fleisch". Die Schüler erarbeiten nicht nur systematisch ein Thema für sich selber sondern projizieren es anschließend auf Schulfesten auch für die gesamte Schule.